Fünf Tipps für weicheres Wasser

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In vielen Teilen Deutschlands stellt hartes Wasser eine Bedrohung für Wasserleitungen, Spülmaschinen und Geschirrspüler dar. Doch auch für Menschen ist es ungesund. Es fördert die Arterienverkalkung und kann dadurch zur Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen und Demenz beitragen. Den meisten Menschen schmeckt Weichwasser auch besser – nicht nur als pures Getränk, sondern auch in Tee, Kaffee oder Suppe. Doch ab wann sollten Sie Maßnahmen ergreifen um Ihr Trinkwasser zu enthärten und welche Möglichkeiten gibt es? Wir haben 5 Tipps zur Erreichung von Weichwasser für Sie zusammengestellt.

Wann gilt Wasser als hart?

Die Wasserhärte bezeichnet die Konzentration von Kalk- und Magnesiumionen im Wasser. Sie wird in Deutschland in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben. In der Schweiz werden Grad französischer Härte (°fH) verwendet. Dabei gilt Wasser als hart wenn es mehr als 14 °dH oder 25 °fH aufweist. Beide Werte entsprechen einem Kalk- und Magnesiumionengehalt von 2,5 mmol/l. Weichwasser sollte unter 1,5 mmol/l liegen. Das sind 8,4 °dH beziehungsweise 15 °fH. Doch wie können Sie Weichwasser bekommen, wenn Sie in einer Gegend mit zu hohem Kalkgehalt im Wasser leben?

Tipp 1: Die Wasserenthärtungsanlage

Eine Wasserenthärtungsanlage ist eine technische Methode zur Wasserenthärtung. Sie wird in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung möglichst nahe an der Zuflussstelle in Ihr Wasserleitungssystem integriert. Es gibt sowohl mechanische als auch chemische Reinigungssysteme. Bei der Auswahl sollten Sie bedenken, dass bei chemischen Systemen in regelmäßigen Abständen Tabs nachgefüllt werden müssen und das Wasser eventuell vor dem Trinken abgekocht werden muss.

Tipp 2: Der Tischwasserfilter

Mit einem Tischwasserfilter können Sie Wasser für die Zubereitung von Getränken wie Tee oder Kaffee oder für Speisen wie Suppen weicher machen. Das Wasser wird dabei durch Filter geleitet, die nicht nur Kalk sondern auch andere Schadstoffe entfernen.

Tipp 3: Entkalkung von Wasserkochern

Bei Wasserkochern und Kaffeemaschinen setzt sich beim Gebrauch immer etwas Kalk auf dem Heizelement ab. Das lässt sich nicht vermeiden, da auch bei Weichwasser etwas Kalk bei Erhitzung des Wassers ausfällt. Wenn dieser Kalk nicht entfernt wird, löst er sich später wieder und macht das Tee- oder Kaffeewasser härter als es sein müsste. Regelmäßige Entkalkung, zum Beispiel mit Essig, hilft dies zu vermeiden. Sie können das heiße Wasser aus dem Wasserkocher auch durch ein Tuch als Filter über den Tee oder das Kaffeepulver gießen um größere Kalkstückchen aufzufangen.

Tipp 4: Aufkochen und Ausfallen lassen

Sie können sich den oben genannten Ausfalleffekt des Kalks bei Erhitzung des Wassers auch absichtlich zunutze machen. Kochen Sie das Wasser ab, gießen Sie es durch einen Filter und lassen Sie es dann in einem anderen Gefäß abkühlen. So kann es den ausgefallenen Kalk nicht wieder aufnehmen. 

Tipp 5: Abstehen lassen

Diese Methode ist langsam und wird zumeist eher für Gießwasser für Zimmerpflanzen verwendet. Sie können Sie aber auch für andere Zwecke einsetzen, bei denen Sie eher kleinere Mengen Weichwasser benötigen. Füllen Sie das Wasser in einen Behälter ab und lassen Sie es mindestens 24 Stunden stehen. Der Kalk setzt sich am Boden ab und das Wasser wird weicher. Achten sie aber darauf es abzukochen bevor Sie es trinken oder für ein Babyfläschchen verwenden. Durch das Stehen können sich Krankheitserreger im Wasser bilden.